Brauchtum

Tradition und Tatkraft

Text von Helena von Hardenberg

Sigrid Tönnies ist Landesbläserobfrau und hat klare Absichten: Mehr Jäger ans Horn zu bringen, damit das jagdliche Brauchtum nicht ausstirbt.

Landesbläserobfrau Sigrid Tönnies hält die Tradition des Jagdhornblasens aufrecht.

Mit ihrer unverblümten und gleichwohl leidenschaftlichen Art verfolgt sie ihr Ziel seit frühester Jugend. Und das mit ansehnlichem Erfolg! Resolut wirkt sie. Sympathisch und pragmatisch. Mit diesen Voraussetzungen verfolgt die bodenständige Niedersächsin ein klares Ziel: „Unser Auftrag ist es, dass die Jagdhornsignale die Handygeneration überleben.“ Dafür setzte sich Sigrid Tönnies unermüdlich und mit Herzblut ein. Bereits als kleines Mädchen hat sie auf den Hundeprüfungen „Reh tot“ geblasen.

Sobald ihr Vater nach Hause kam, schnappte sie sich ihren alten Herrn samt Jagdhorn und übte mit ihm. Er brachte ihr die Grundtöne bei und mit zehn Jahren nahm die Visbekerin mit ihrer Jagdhorngruppe an ersten Wettbewerben teil.

Tradition ist wichtig

Seither ist das Jagdhornblasen für Sigrid Tönnies der Mittelpunkt ihres Tuns. Seit über 30 Jahren leitet sie Bläsergruppen im heimatlichen Landkreis Vechta und darüber hinaus. Als ihre größten Erfolge verbucht sie bisher dreimal Landesmeister in A und einmal Deutscher Vizemeister. „Erfolg entschädigt für vieles, aber ich koche auch nur mit Wasser“, bemerkt sie dazu. Seit 2014 ist die Niederwildjägerin Wertungsrichterin und seit 2017 Landesbläserobfrau der Landesjägerschaft Niedersachsen.

Den gesamten Beitrag finden Sie Digitalmagazin des Niedersächsischen Jägers in der Ausgabe 14/2022.

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