Ein Hund, zwei Aufgaben

Die kann mehr!

Text von Redaktion Niedersächsischer Jäger

Der Trend zum Zweit- oder gar Drittjob setzt sich zurzeit in unserer Bevölkerung immer weiter fort. Doch nicht nur Menschen, auch Hunde sind heute in Doppelmission unterwegs. Wir haben eine Pudelpointerhündin besucht, die ihre beiden Aufgaben hervorragend unter einen Hut bzw. die Nase bringt.

Das orangefarbene Geschirr reflektiert immer wieder zwischen den Bäumen hindurch. Konzentriert bewegt sich die braune Hündin über den steilen Waldhang. Die Sonne brennt auf den staubigen Waldweg. Nur leises Vogelgezwitscher und das Läuten der Glocken am Hundegeschirr durchbrechen die Stille. Mit leichtem Stirnrunzeln verfolgt der Mann die Bewegung seines Hundes. Wird er die Person finden? Als ein lautes Bellen den Hang hinunter schallt, umspielt ein stolzes Lächeln die Lippen des Hundeführers. Sie hat es mal wieder geschafft.

Pdelpointerdame „Paula“ ist zweifach ausgebildet.

„Paula“, die Pudelpointerhündin, ist Teil der Einsatzgruppe der Rettungshundestaffel Rhein-Lahn-Taunus e.V. Zusammen mit der Gruppe trainieren „Paula“ und ihr Besitzer Benno auf ein Ziel hin: Leben retten. „Schon seit ich 20 bin, wollte ich was mit humanitärer Hilfe machen“, erzählt Benno und streichelt dabei „Paula“ sanft über den Kopf. Man merkt, wie eng die Bindung zwischen Hund und Führer ist. Egal ob auf dem Zuhause oder im Revier, die Hündin weicht ihrem Besitzer nur selten von der Seite.

Auch jagdlich ist die Pudelpointerhündin nicht zu unterschätzen. „Viele halten diese Rasse für zu weich“, erklärt der passionierte Jäger. „Anfangs dachte ich das auch, aber dann habe ich gesehen, wie ehrgeizig „Paula“ an einem kranken Reh arbeitet.“ Nur bei Sauen ist sie vorsichtiger.

Benno und „Paula“ sind einsatzbereit.

Bei einer kleinen Nachsuche soll sie ihr Können unter Beweis stellen. Benno bereitet sich und „Paula“ vor. Er legt dabei viel Wert auf Rituale. Er trägt selbst immer die gleiche grüne Sauenschutzhose. Man weiß ja nie. Auch „Paula“ erhält ihre orange Weste, die sie nur zu Nachsuchen trägt. Sobald der Schweißriemen in der Halsung hängt, ist „Paula“ im Arbeitsmodus. Vom „Anschuss“ an arbeitet sie konzentriert und erfolgreich die Fährte, lässt sich auch durch frische Rehwechsel nicht ablenken. Benno folgt ihr schnellen Schrittes, den Blick immer auf seine Hündin gerichtet. Die beiden verschmelzen zu einem Team. Man merkt, dass das Gespann schon etliche Nachsuchen gemeistert haben.

Mehr zum Thema Laufschüsse beim Schalenwild erfahren Sie im Digitalmagazin des Niedersächsischen Jägers in der Ausgabe 07/2022.

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