Im Test

Beretta 687 Silver Pigeon III

Text von Redaktion Niedersächsischer Jäger

Eine Flinte, die ein Jägerleben hält, nicht zu teuer ist und dabei auch auf der Entenjagd nicht völlig fehl am Platze scheint – das suchen viele Jäger. Die neue 687 Silver Pigeon III von Beretta bietet so ein Gesamtpaket.

Wettkampfschützen freuten sich in den vorigen Jahren über neue Berettaflinten, wie die DT11. Und wir Jäger? Da war lange ein Mittelklasse-Jagdflinten großes Loch im Beretta-Katalog. Einsteigermodelle wie die Silver Pigeon I sind sehr schlicht, und das Modell Diamond Pigeon fängt bei 7.990 Euro an. Die neue Beretta 687 Silver Pigeon III ist da ein Mittelweg. Wir konnten die Flinte ein Jahr lang ausgiebig auf alles Wild der Jagdkarte testen.

Technisch bewährt

Herzstück der 687 Silver Pigeon III ist das 680er-System. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich an diesem Flankenverschluss nicht viel geändert: Zapfen in der Basküle verriegeln in Bohrungen im Laufbündel, seitliche Flankenstücke am Laufteil greifen ineinander und zusätzliche Stifte verriegeln das Ganze. Die Konstruktion ermöglicht eine niedrige Bauart des Systemkastens, was wiederum für ein angenehmes Rückstoßverhalten sorgt. Meine Testwaffe hatte 71-cm-Läufe im Kaliber 12/76, weiterhin sind 66 oder 76 cm lange Läufe möglich. Bei den Kalibern gibt es für die Silver Pigeon III eine breite Auswahl: 12/76, 20/76, 28/76 und sogar das zöllische .410. Fünf Chokes für die stahlschrotbeschossenen Läufe sind auch dabei, von Full bis Cylinder. Der 368 mm lange Pistolengriffschaft kommt mit einer 35/55 mm Senkung. Klassisch sichert man die Flinte über einen Schieber auf dem Kolbenhals, der gleichzeitig zum Umschalten der Läufe dient. Alles nichts Neues, sondern Altbewährtes. „Never change a winning Team“, sagen die Angelsachen und recht haben sie. Rund drei Millionen Flinten aus der 680er-Flintenserie hat Beretta weltweit verkauft. Ersatzteile sind deswegen günstig und weltweit leicht erhältlich.

Mit dabei sind fünf Chokes, Waffenöl, Montagestücke für einen Gurt und Montageschlüssel für die Chokes (nicht abgebildet).
Foto: Fokko Kleihauer

Fazit

Für einen Listenpreis von 2.495 Euro bekommt man mit der Beretta 687 Silver Pigeon III eine Flinte mit Stahlsystem, schickem Holz und Tierstücken. Dank des durchdachten Design muss die 687 Silver Pigeon III zumindest äußerlich einen Vergleich mit teureren Flinten nicht scheuen. Inzwischen rufen Händler sogar Preise um die 2.200 Euro für die Flinte auf. Dank der großen Verbreitung der 680er-Flinten von Beretta eine Flinte fürs Leben. Ersatzteile für übliche Verschleißteile sind weit verbreitet. Mit den fünf Chokes, Chokeschlüssel und blauem Plastikkoffer ist angemessen Zubehör vorhanden.
Klar, bahnbrechende Neuheiten hat Beretta in der 687 Silver Pigeon III nicht eingebaut. Wer aber eine treue Begleiterin sucht, die auch in dreißig Jahren noch schick aussieht, sollte zugreifen. Und Auswahlmöglichkeiten gibt es genug. Aktuell hat der Importeur Manfred Alberts GmbH insgesamt 27 unterschiedliche Varianten der Flinte im Angebot, die über den Fachhandel bezogen werden können.

Den vollständigen Artikel lesen Sie im Digitalmagazin des Niedersächsischen Jägers Ausgabe 21/2021

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