Wildkunde

Die Wahrheit liegt in den Genen

Text von Redaktion Niedersächsischer Jäger

Obwohl als reinrassig erworben, passt die Hündin unseres Wildbiologen nicht ganz in das äußere Schema eines waschechten Deutsch-Drahthaar. Zeit auf Spurensuche in ihrer DNS zu gehen.

Meine Drahthaarhündin ist kurz im Haar und ihr Bart ist eher unauffällig. Ich persönlich mag diesen Schlag und hab ihn mir auch bewusst so ausgewählt. Wenn man sich die Hündin aber länger betrachtet, ist es nicht abwegig auf die Idee zu kommen, dass sich in ihre Ahnenlinie auch mal ein Kurzhaar verirrt haben könnte.

Mit diesen Gedanken im Sinn begebe ich mich auf Spurensuche. Mit den heutigen genetischen Methoden sollte man doch in der Lage sein, ihre Herkunft auch generationsübergreifend nachzuvollziehen.Schnell ist ein entsprechendes Labor ausfindig gemacht, das sich bereitwillig meiner Fragestellung annimmt.

Auf Spurensuche

Die Zellen der Maulschleimhaut liefern die DNS für die Untersuchung. Eine kleine Abstrichbürste genügt.
Foto: Dr. Konstantin Börner

Wenige Tage später erhalte ich ein Probekitt und mache einen Schleimhautabstrich, der in einem Kuvert zurückgesandt wird. Im Labor wird aus den Schleimhautzellen DNS isoliert. Diese wird dann vervielfältigt.

Anschließend werden nun bestimmte Teile der Erbsubstanz genauer untersucht. So genannte „Snips“ geben Aufschluss über die genetische Herkunft und Verwandtschaftsverhältnisse eines Individuums.

Mehr zum Thema Reinrassigkeit erfahren Sie im Digitalmagazin des Niedersächsischen Jägers in der Ausgabe 09/2022.

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