Räuber wie Füchse brauchen eine ganze Menge Schlaf.

Schlaf gut …

Text von Redaktion Niedersächsischer Jäger

Obwohl Schlaf einen großen Anteil im Leben von Wildtier und Mensch übernimmt, ist relativ wenig darüber bekannt. Unser Wildbiologe erklärt die Mechanismen dieses scheinbaren Zustands der Bewusstlosigkeit.

Verschlafene Lebenszeit

Schlaf nimmt einen gewichtigen Anteil im Leben von Wildtieren und Menschen ein. Bei letztgenanntem kann davon ausgegangen werden, dass er ca. 1/3 seines Lebens verschläft. Das sind durchschnittlich circa sieben Stunden am Tag. Unser Rehwild beispielsweise schläft dagegen nur maximal drei Stunden am Tag. Beim Rotwild sieht es ganz ähnlich aus. Im Gegensatz dazu verbringt ein Rotfuchs viele Stunden damit, zu schlafen.
Dabei lässt sich der grundsätzliche Zusammenhang herausarbeiten, dass Räuber, wie der Fuchs, längere Schlafphasen aufweisen als Beutetiere. Es zeigt sich aber noch eine weitere Korrelation. Relativ kleine Tiere schlafen mehr als größere Tiere. Der zyklische Wechsel von Aktivität und Ruhe folgt also einem tierartenspezifisch immer gleichen Muster.

Viele Vogelarten schlafen nur mit einer Gehirnhälfte, einige sogar im Stehen oder im Flug.
Foto: Hypnotik Photography – stock.adobe.com

Was passiert bei Schlafmangel?

Um herauszufinden, welche Konsequenzen Schlafmangel nach sich zieht, führt man bis heute diverse Experimente durch. In einem Tierversuch zwang man beispielsweise Ratten dazu, wach zu bleiben. Als Reaktion auf den andauernden Wachzustand verstarben die Tiere nach durchschnittlich zweieinhalb Wochen.

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